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Noch immer hat die atlantische
Küste Irlands die Schönheit einer Kette
natürlicher Perlen; eine dieser Perlen ist Achill
Island. Achill verfügt schon seit der 2. Hälfte
des 19. Jahrhunderts über eine Brücke, die die
Insel mit dem Festland verbindet. Achill ist in
Irland vor allem wegen der vielen Künstler
bekannt, die dort gelebt haben und auch heute noch
wohnen. Viele Maler werden angezogen durch das
besonders klare Licht des Ozeans, das die
Landschaft widerspiegelt. Schriftsteller, wie
Heinrich Böll, sind vor allem von der
Authentizität der Insel und seiner Bewohner
bezaubert.
Achill hat eine reiche Geschichte
mit sichtbaren Spuren in seiner Landschaft, die
bis ins Neolithikum reichen, das vor ungefähr 5000
Jahren seinen Anfang nahm. Abgesehen von vielerlei
Megalithen, findet man hier die interessanteren
shell middens. Das sind Orte, an denen unsere
Vorväter Schalentiere aßen und die Muscheln
zurückließen. Beim Golden Strand von
Doogort findet man Muschelreihen in der Form eines
schlampigen Kreises zwischen den Erdschichten; die
Muscheln wurden damals ordentlich als Schalen
aufeinander gestapelt und weggestellt. Ein
lebendes Beispiel der jüngsten Vergangenheit ist
zum Beispiel The deserted village, eine
Dorfsruine. An der westlichsten Spitze der Insel,
auf dem Strand von Keem Bay, liegt die
Wasserquelle, wo die Schiffe ihr Wasser an Bord
erneuerten, bevor sie die lange Überfahrt nach
Amerika machten. Viele Inselbewohner holen ihr
Trinkwasser bis heute aus dieser Quelle.
Die östliche Seite der Insel wird
von The Sound eingegrenzt, die Meeresstraße
zwischen der Halbinsel Corraun und Achill. The
Atlantic Drive ist eine empfehlenswerte
(Auto)strecke; nicht nur wegen der atemberaubenden
Panoramen, aber gerade auch, weil man hier die
sittsame Schönheit der Insel bewundern kann.
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